Chronik der Feuerwehr Mondsee

 
  • 1774Größter Brand

    Beim größten Brand im Jahr 1774, wurden von insgesamt 193 Häusern im Markt Mondsee 148 (!) völlig zerstört!
    Markt Brände
  • 1869Gründung

    Im Frühling des Jahren 1869 bildete sich ein sogenanntes „Comite‘“ zur Durchführung der Vorbereitung zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr des Marktes Mondsee. Nachdem das „Comite‘“ die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen hatte, wurde am 31. Juli 1869 im Gasthaus „Leitnerbräu“ die erste Generalversammlung zur Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr im Markte Mondsee abgehalten. Dies war die offizielle Geburtsstunde der Feuerwehr Mondsee, die ursprünglich im Vereinsstatus gegründet wurde.
    Die Ausrüstung der damaligen Gründerzeit war natürlich noch sehr spärlich: 2 alte Feuerspritzen, 5 Lederschläuche, Eimer aus Stroh, Hanf und Leder, einige Feuerhaken, Leitern und Laternen.
  • 1870Feuerlöschordnung

    Am 12. März 1870 hat Bürgermeister Peter Tafner die Feuerlöschordnung für den Markt Mondsee erlassen. Diese Feuerlöschordnung war in jedem Haus an der Innenseite der Haustüre zu befestigen. Noch im gleichen Jahr wurde einen Abprotzspritze im zweirädrigem, gefederten Karren, nebst diversem Zubehör um 1000 Gulden angekauft.
  • 1889Erste eigene Unterkunft

    Im Jahr 1889 erhielt die Feuerwehr zur 20-Jahrfeier eine neue Fahne, die, in restauriertem Zustand, auch heute noch bei sämtlichen Ausrückungen in Verwendung steht. Noch wichtiger in diesem Jahr war jedoch, dass die erste eigene Unterkunft für die Feuerwehr von der Gemeinde angekauft wurde: das sogenannte „Brodhaus“ (heutiges Kriegerdenkmal an der rechten Kirchenseite)
  • 1901Durchreise

    Am 14. Juli 1901 stellte die FF Mondsee unter Kommandant Georg Kaltenbrunner ein Ehrenspalier anlässlich der Durchreise Sr. Majestät Kaiser Franz Josef im Lokalbahnhof St. Lorenz.
  • 1911Wasserreservoir

    Um für einen Marktbrand gerüstet zu sein, wurde im Jahr 1911 ein Wasserreservoir mit 30m³ Fassungsvermögen errichtet. Auf dieses kann und wird im Ernstfall heute noch zurückgegriffen!
  • 192960-jähriges Gründungsfest

    Im Jahr 1929 fand im Rahmen des 60-jährigen Gründungsfest eine Schauübung am Marktplatz statt, bei der das Löschwasser aus diesem Reservoir entnommen wurde.
  • 1938Vereinsstatut herausgenommen

    Im Jahr 1938 wurde die Feuerwehren aus dem Vereinsstatut herausgenommen und lt. Landesgesetz zur Körperschaften des öffentlichen Rechtes umgebildet. Mit diesem Akt erhielt die Feuerwehr Mondsee eine eigene Rechtspersönlichkeit.
  • 1944Erste Sirene

    Die erste Sirene, die allerdings vorerst nur für die Signalisierung eines Fliegeralarmes verwendet werden durfte, wurde im Jahr 1944 installiert. Sie löste auch die bisher übliche Alarmierung mittels Trompetenrufe und Läuten der Kirchenglocken ab.
  • 1945Erster Löschwagen

    Nach Beendigung des Krieges kam die Feuerwehr Mondsee in den Besitz eines Löschwagend, Marke „Klöckner-Humboldt-Deutz“. Leistung 80 PS, Verbrauch 30 Liter auf 100km, mit eigebauter Pumpe (Leistung 1500 l/min). Das Fahrzeug stand bis 1984 in Verwendung und ist heute noch im Feuerwehrmuseum St. Florian zu besichtigen. Zum neuen Fahrzeug wurde mit dem Bau einer Zeugstätte im Karlsgarten begonnen.
  • 1963Vergrößerung der Zeugstätte

    Im Jahr 1963 wurde diese vergrößert. Aufgrund der großen Schäden der mit Nachkriegsmaterial errichteten Kraftfahrzeughalle kam diese Vergrößerung praktisch einem Neubau gleich. Bis zum Jahr 1997 blieb die Adresse Kirchengasse 6 die Anschrift der Feuerwehr Mondsee.
  • 1970Fuhrpark erweiterung

    Kommandofahrzeug, Basis VW.
  • 1971Stützpunkt Feuerwehr

    Im Jahr 1971 wurde die FF Mondsee Stützpunkt des Katastrophenhilfsdienstes. Dies hatte zur Folge, dass ein Mercedes Kastenwagen mit entsprechender Ausrüstung des Katastropheneinsatzfahrzeugs angeschafft wurde. Bereits Ende November / Anfang Dezember des gleichen Jahres, bei der großen Ölkatastrophe, leistete diese Fahrzeug hervorragende Dienste.
  • 1973Funk Einführung

    Um die Kommunikation mittels Funk mit dem Landesfeuerwehrkommando in Linz und der Bezirkswarnstelle in Vöcklabruck zu ermöglichen, wurde 1973 eine Funkfixstation installiert. Der Rufname „Florian Mondsee“ erklang erstmals über den Äther.
  • 1974Fuhrparkerweiterung

    1974 erhielt die FF Mondsee ein weiteres Tanklöschfahrzeug. Diese, auf Basis Steyr aufgebaute Fahrzeug, war mit Wasserwerfer, eingebauter Pumpe und Atemschutzausrüstung, damals auf dem letzten Stand der Technik, ausgestattet.
  • 1977Fuhrparkerweiterung

    Arbeitsboot mit 70 PS Außenbordmotor
  • 1980Fuhrparkerweiterung

    Drehleiter, Basis Steyr
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  • 1982Feuerwehrjugend

    Das Jahr 1982 war die Geburtsstunde der Feuerwehrjugend. Sie sollten das Grundelement für den Nachwuchs der Feuerwehr bilden.
  • 1984Fahrzeugaustausch

    Löschfahrzeug (Mercedes) mit Bergeausrüstung im Jahr 1984. Dieses löste das älteste im Dienst stehende Fahrzeug, Klöckner-Humboldt-Deutz, ab.
  • 1990Fahrzeugaustausch

    Der mittlerweile 20-jährige Kommandowagen wird 1990 gegen ein Mannschaftstransportfahrzeug, Basis Peugeot ausgetauscht.
  • 1993Errichtung Bootshaus

    Nach langjährigen Bemühungen erfolgte 1993 die Errichtung eines Bootshauses gemeinsam mit der Wasserrettung und der Gendarmerie. Dies linderte den Platzmangel in der Zeugstätte und erleichterte Einsätze auf dem See enorm. Früher musste das Boot für jeden Einsatz mittels Hänger von der Zeugstätte zum See transportiert und dort gewassert werden.
  • 1994Fahrzeugaustausch

    Im Jahr 1994 wird der von den Mondseelandgemeinden gemeinsame angekaufte Katastrophenhilfsdienstwagen gegen ein neues, vom Landesfeuerwehrverband zur Verfügung gestelltes Ölfahrzeug, Basis Mercedes, ausgetauscht.
  • 1995Ankauf IFEX

    Im Herbst des Jahres 1995 beschließt das Kommando, als erste Feuerwehr im Bezirk Vöcklabruck, den Ankauf der neuesten Feuerlöschtechnologie: ein IFEX3000 Gerät. Dieses Gerät arbeitet mit Wasser und Druckluft, und erzielt aufgrund der Zerstäubung des Wassers eine erstaunliche Löschwirkung. Das Prinzip dieser Technologie wurde übrigens erstmalig zum Löschen der brennenden Ölquellen nach dem Golfkrieg angewendet.
  • 1995Baubeginn der neuen Zeugstätte

    Akute Platznot und nicht zeitgemäße Ausstattung (z.B. keine Heizung, überlastetes Stromnetz) machten schließlich den Neubau des Feuerwehrhauses unumgänglich.
  • 1996Ankauf Bergegeräte mit Akku

    Ebenfalls als Vorreiter wurden im Jahr 1996 Bergegeräte angeschafft, die mit Batterie, also stationsunabhängig, arbeiten. Um die Schlagkraft mit den neuen, kleineren und leichteren Geräten zu verbessern, wurde ein neues Fahrzeug angekauft. Dieses Fahrzeug, ein Peugeot 806 (Kleinbus), wurde nach den Plänen der Feuerwehr Mondsee ausgerüstet. Es bietet Platz für vier Einsatzkräfte, führt 2 Atemschutzgeräte, ein IFEX 3000 Gerät, sowie die neuen Bergegeräte, Absicherungsmaterial, Feuerlöscher und diverses Kleinmaterial und Werkzeug mit. Es ist das ideale Vorausfahrzeug und hat sich in der Praxis schon oft bewährt.
  • 1997Baufertigstellung der neuen Zeugstätte

    Im Juli 1997 bekam die Freiwillige Feuerwehr Mondsee ihre neue Unterkunft mit Adresse Südtiroler Strrasse 11.